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Zahngesundheit:

Das bleibende Gebiss von Hunden beinhaltet 42 Zähne und das von Katzen 30 Zähne.

Durch Ablagerung von Futterresten an den Zähnen entsteht eine Grundlage für verschiedene Bakterien sich zu vermehren. Diese Bakterien ernähren sich von den Futterresten, wodurch die Vorstufe von Zahnstein die Plaques (Zahnbelag)entstehen. Meist beginnen diese Ablagerungen am Uebergang zwischen Zahn und Zahnfleisch. Es handelt sich um eine Verbindung von Bakterien, Abwehrzellen gegen diese Bakterien, Schleimhautzellen und Nahrungsbestandteilen. Dieser Zahnbelag liegt dem Zahn relativ lose auf.

Durch die im Speichel enthaltenen Mineralien härten diese Plaques aus und es entsteht der gelbe bis braune Zahnstein.


Der Zahnstein und die Plaques erleichtern weiteren Bakterien das anhaften am Zahn und somit die Gefahr von weiteren Infektionen, Entzündungen und Karies im Zahnbereich und in der Maulschleimhaut. Beim Ausbreiten dieser Vorgänge in den Zahnhalteapparat im Knochen kann sich dieser lockern und es können Knochenentzündungen entstehen.

Die typischen Symptome dieser Vorgänge sind vermindertes Putzverhalten, vermehrtes Speicheln, Schmatzen, Zunge aus dem Maul hängen lassen, Maulgeruch, komisches Kauen oder Kauen nur auf einer Seite bis zum Rausfallenlassen des Futters. Da diese Vorgänge sehr oft mit Schmerzen einhergehen kann es bei sehr fortgeschrittenen Fällen bis zur Futterverweigerung führen.

Die Symptome entwickeln sich oft sehr schleichend und somit oft schwer von aussen erkennbar.

Da in den meisten Fällen Bakterien an diesem Geschehen beteiligt sind, können sich auch Auswirkungen auf den restlichen Körper entwickeln. Die Bakterien können sich über den Blutkreislauf in andere Organe wie die Niere und das Herz ausbreiten und dort weitere Infektionen und Krankheiten verursachen.

Ebenfalls Auswirkungen haben solche Prozesse im Maulbereich auf das gesamte Immunsystem und den Körper im Allgemeinen. Da es sich um eine anhaltende Infektion und Entzündung handelt, ist dies für den Körper ein andauernder Kampf, um diese Prozesse im Schach zu halten. 


Therapie:

Manuelle Entfernung von Zahnstein ist mit speziellen Instrumenten am wachen Tier im Groben möglich. Jedoch bleiben dort Reste vom Zahnstein zurück und die Zahnoberfläche bleibt rauh. Somit ist die erneute Anlagerung von Nahrungsresten und Bakterien viel leichter und die erneute Entstehung von Plaque und Zahnstein viel schneller. Ebenfalls ist es nicht möglich, den Zahn unter dem Zahnfleischrand zu säubern.

Zahnsteinentfernung mittels Ultraschall:

Diese Zahnsteinentfernung erfolgt bei Tieren in Narkose. Mittels Schwingungen wird der Zahnstein schonend mechanisch vom Zahn gelöst. Um ein Ueberhitzen und somit eine Schädigung des Zahnschmelzes und des Zahnes zu verhindern, erfolgt die Ultraschallreinigung immer mit ständiger Wasserkühlung. Durch das Entfernen des Zahnsteines wird der Zahnschmelz aufgerauht. Aufgrunddessen ist es für die Zahngesundheit und das Verhindern einer schnellen Neubildung des Zahnsteins wichtig nach der Zahnsteinentfernung den Zahnschmelz mit einer speziellen Paste zu polieren und somit wieder kompakt und glatt zu machen.

Ebenfalls sehr wichtig ist die Zahnreiniung unterhalb des Zahnfleischrandes, da die Zahnsteinneubildung in den meisten Fällen von dieser Stelle aus beginnt.

Die Narkose bietet ebenfalls den Vorteil einer genauen Beurteilung der Zahngesundheit.


Unter den Plaques und Zahnstein können sich gesunde Zähne verstecken. 












Nach der Zahnsteinentfernung und der Politur waren keine Zahnprobleme sichtbar.













Jedoch oft werden Zähne mit Karies, Brüchen         
 und freiliegenden Wurzeln sichtbar. In diesen 
Fällen kann die Therapie für die betroffen Zähne 
somit gleich eingeleitet werden.

Nach der Zahnsteinentfernung wurde eine Knochenrückbildung mit Freilegung der Zahnwurzeln sichtbar.








Der Zahn wurde entfernt und die Zahnhöhle mittels auflösendem Faden genäht.













Vorbeugung der Zahnsteinneubildung:

Da die Plaques nur lose auf dem Zahn aufliegen können mittels speziellen Kauartikeln, Futter und am Effektivsten mit Zähneputzen diese Zahnbeläge mechanisch beseitigt werden.

Ebenfalls kann mit einem Wasserzusatz die Umwandlung von Zahnbelag zu Zahnstein deutlich reduziert werden.

Obwohl Hunde und Katzen oft wenig typische Symptome zeigen, wenn sie Zahnprobleme haben, sieht man oft erst nach der Zahnsanierung die Wirkung.

 

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